Mehr Mittel im Kampf gegen häusliche Gewalt

Bremen verstärkt die Präventionsarbeit gegen häusliche Gewalt. Der Senat hat am Weltfrauentag zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 240.000 Euro für die Jahre 2022/23 aus dem Bremen Fonds bewilligt. Dafür hatte sich die GRÜNEN-Fraktion in den Haushaltsberatungen eingesetzt. Im Zuge der Corona-Pandemie und der Lockdowns sind die Fälle häuslicher Gewalt gestiegen. Vor diesem Hintergrund verzeichnen die Beratungsstellen „Männer gegen Männergewalt“ und „Neue Wege“ deutlich mehr Zulauf von Männern, die gegen Frauen gewalttätig geworden sind. Wegen fehlender Kapazitäten müssen derzeit aber etliche Täter auf einen Termin warten. Die Mittel für beide Einrichtungen werden erhöht, damit sie mehr Männern den Weg aus der Gewalt weisen können. ‚Neue Wege‘ kann damit 25 Stunden pro Woche mehr anbieten, ‚Männer gegen Männergewalt‘ sein Angebot um zehn Stunden wöchentlich erweitern.

Die Arbeit mit den Tätern soll dazu beitragen, so die geschlechterpolitische Sprecherin Henrike Müller, den Gewalt-Kreislauf zu durchbrechen: „Die präventive Verhinderung von Gewalt ist der beste Schutz von Frauen. Um dem Kreislauf der häuslichen Gewalt entgegenzuwirken, müssen alle Beteiligten angesprochen und Wege aus der Gewalt aufgezeigt werden. Daher fördern wir mehr Täterarbeit als Hilfsangebot für Männer, die aus ihrer Gewalt aussteigen, ihr Männerbild reflektieren und ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben führen wollen.“

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