Soziales

WiN-Programm wird fortgeführt und finanziell aufgestockt

Das Programm ‚Wohnen in Nachbarschaften’ (WiN) wird fortgeführt und um rund 500.000 Euro auf über zwei Millionen Euro jährlich aufgestockt. Das hat heute die Sozialdeputation beschlossen. Dazu erklärt die sozialpolitische Sprecherin Sahhanim Görgü-Philipp: „Diese Entscheidung ist ein klares Bekenntnis für den sozialen Zusammenhalt in Bremen. WiN ist ein erfolgreiches Programm, um der sozialen Spaltung der Stadtgesellschaft entgegenzuwirken. Dieser Erfolg ist gerade auch den engagierten Bürger*innen, Initiativen, Einrichtungen und Quartiermanager*innen vor Ort zu verdanken. Gerade die WiN-Gebiete sind häufig auch Ankunftsquartiere für geflüchtete Menschen. Die WiN-Gebiete leisten den Großteil der Integration, obwohl hier niemand auf Rosen gebettet ist. Jeder zusätzliche Euro ist hier gut angelegt.“

Parallel zur Aufstockung werden die WiN-Mittel auf Basis des Sozialen Monitoring neu verteilt. Kriterien dabei sind die Sprachförderquote, wie viele Menschen Hilfen vom Staat beziehen und wie hoch der Anteil von Nicht-Abiturient*innen ist. Demnach erhält das WiN-Gebiet Gröpelingen 50 Prozent mehr Basisförderung, das entspricht 225.000 Euro pro Jahr und 150 Prozent Basisförderung. Eine Basisfördersumme von 100 Prozent (150.000 Euro) ist für die WiN-Gebiete Neue Vahr, Tenever Kattenturm, Huchting, Lüssum-Bockhorn, Hemelingen und das Schweizer Viertel vorgesehen. Für Huckelriede, Oslebshausen, Grohn, Marßel und Blumenthal ist eine Basisförderung von 50 Prozent (75.000 Euro) plus Aufstockung des Quartiersmanagements eingeplant, für Marßel und Blumenthal erhöht sich die Summe damit. Für das WiN-Gebiet Blockdiek wird die Förderung auf 25 Prozent abgesenkt und der Übergang ins neue Landesprogramm ‚Lebendige Quartiere’ vorbereitet. Eine Untersuchung des Forschungsinstituts empirica hatte ergeben, dass dieses Gebiet statistisch nicht mehr auffällig ist. Verbessert hat sich die Lage auch in Arsten-Nord, in der Neuen Vahr-Südost und Huckelriede. Auffällig ist die Entwicklung in Teilen von Aumund-Hammersbeck, an der Markuskaje in der Überseestadt sowie in Teilen der Bahnhofsvorstadt und von Burg-Grambke. Diese Gebiete sollen zunächst weiter beobachtet und ggf. wie auch die Gebiete Arsten-Nord und Blockdiek zur Unterstützung ins Landesprogramm ‚Lebendige Quartiere’ aufgenommen werden.

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