Soziales

Sozial benachteiligte Kinder mit Mittagessen versorgen

Die Grünen-Fraktion fordert, Kinder aus einkommensschwachen Familien während der Corona-Pandemie täglich mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Wie das in Bremen und Bremerhaven umgesetzt werden kann, soll der Senat in der Fragestunde des Parlaments darlegen. „Kein Kind darf Hunger haben. Der Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen besteht auch trotz Corona. Kinder aus benachteiligten Familien müssen weiterhin mit einem warmen, gesunden Mittagessen versorgt werden. Es geht um die Jüngsten in unserer Gesellschaft. Deshalb ist schnelles und kreatives Handeln geboten. Die Versorgung von benachteiligten Kindern mit einer kostenlosen Mahlzeit ist schließlich seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Ein gesundes Essen ist wichtig für die Entwicklung und das Wachstum der Kinder. Hier müssen wir bedürftige Familien unterstützen. Wer satt ist, bewältigt auch das Homeschooling leichter. Wir müssen für das Grundrecht auf Unversehrtheit sorgen!“, betont die sozialpolitische Sprecherin Sahhanim Görgü-Philipp.

Die kinderpolitische Sprecherin Solveig Eschen ergänzt: „Mit dem Notbetrieb von Kitas und Schulen aufgrund der Corona-Pandemie sind Familien plötzlich auf sich allein gestellt, um für die ganztägige Versorgung ihrer Kinder zu sorgen. Für Familien mit geringem Einkommen entfällt das bisherige kostenlose, warme Mittagessen für ihre Kinder. Die Mensen sind wegen des Infektionsschutzes geschlossen. . Bei einem engen Familien-Budget kann das zu einer starken Belastung werden. Wir wollen, dass auch das Land Bremen schnellstmöglich die Versorgung der Kinder wieder gewährleistet. Der Bund hat in dieser Woche die Finanzierung über das Bildungs- und Teilhabepaket zugesichert. Der Senat muss jetzt rasch klären, wie die Essensversorgung dezentral erfolgen kann. Vorstellbar ist z.B., dass die bisherigen Caterer von Kitas und Schulen aber auch weitere Träger für Fahrdienste oder Essensausgaben gewonnen werden und zugleich in den geschlossenen Mensen das Essen zubereitet wird.“

Zum Hintergrund:
In Bremen und Bremerhaven leben zahlreiche Kinder in Familien mit wenig Einkommen, jedes dritte Kind ist von Armut bedroht. Ihnen steht während des regulären Kita- und Schulbesuchs ein kostenfreies Mittagessen zu. Dies wird über das Bildungs- und Teilhabepaket finanziert. Aktuell fällt diese Essensversorgung aufgrund der nur im Notbetrieb arbeitenden Kitas und Schulen aus, die Familien sind trotz ihres engen Budgets auf sich alleine gestellt. Während die Finanzierung der Mahlzeiten durch das Teilhabepaket abgedeckt ist, gilt dies für die Kosten einer dezentralen Verteilung nicht. Die Grünen-Fraktion erwartet eine Lösung durch den Senat, um die Essensversorgung von Kindern aus einkommensschwachen Familien zeitnah trotz Kita- und Schulschließungen wieder zu gewährleisten. 

Neuste Artikel

Innenpolitik

Bremer Polizeigesetz: Balance zwischen Sicherheit und Bürgerrechten bleibt gewahrt

Wohnen

Bremen legt Förderprogramm für Wohnungsgenossenschaften auf

Verkehrspolitik

Ringbusverkehr in Huchting bleibt erhalten

Ähnliche Artikel