Kultur

Erstmals eigene Fördertöpfe für junge Szene und alternative Subkultur

Die Kulturdeputation entscheidet am Donnerstag erstmalig über die Mittelvergabe aus den neu geschaffenen Fördertöpfen für die Junge Szene und die Subkultur. Für 2020 sind 50.000 Euro zu vergeben, für 2021 stehen 200.000 Euro bereit. Mit dem komplett neuen Förderansatz geht fortan eine mehrmalige Mittelvergabe pro Jahr einher, um flexibel auf die experimentelle Ausrichtung und Spontanität der Szene zu reagieren. Zugleich wird so der bürokratische Aufwand für die häufig ehrenamtlichen Macher*innen gering gehalten. Dafür hatte sich die Grünen-Fraktion seit langem eingesetzt.

Mit den neuen Fördertöpfen wird eine innovative Szene gestärkt, so die kulturpolitische Sprecherin Kai Wargalla, die für Bremens Attraktivität und Anziehungskraft auf junge Menschen von enormer Bedeutung ist: „Junge Menschen und subkulturelle Initiativen hatten es in der Vergangenheit schwer, an Kulturförderung zu gelangen. Sie fielen durchs Raster, weil sie spontaner und experimenteller arbeiten und sich bisher nicht in den etablierten Förderstrukturen wiedergefunden haben. Gerade die subkulturelle und die junge Kulturszene sind stark vom ehrenamtlichen Engagement geprägt. Hier können wir Projekten schon mit relativ geringen Mitteln viel weiterhelfen. Die Töpfe wurden in diesem Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben und es ist eine unfassbar hohe Zahl an Anträgen eingegangen. Dafür bin ich den Akteur*innen zutiefst dankbar. Das zeigt, dass hier eine Lücke bestand und dass der Bedarf enorm hoch ist. Ein paar erste Projekte können noch in diesem Jahr gefördert werden.“

Weiter sagt Wargalla: „Ab dem Frühjahr wird dann mehr Geld zur Verfügung stehen und es werden weitere Förderungen folgen. Es gibt in Bremen super viele kulturelle Aktivitäten, die abseits der bestehenden Strukturen laufen – Graswurzel-Kultur-Engagement könnte man sagen. Die Kulturschaffenden sprudeln nur so vor Ideen. Sie experimentieren, verbinden verschiedene Sparten miteinander, erreichen ein neues Publikum und vernetzen zivilgesellschaftliches mit kulturellem Engagement. Sie machen Bremen lebenswert, bunt, aufregend und besonders für junge Menschen attraktiv. Wir wollen diese Projekte ihren Bedürfnissen entsprechend ermöglichen, statt sie in bestehende Strukturen zu pressen. Das ist ein komplett neuer Ansatz und ich freue mich wahnsinnig auf alles, was da noch aus der jungen und alternativen Kulturszene Bremens kommt.“

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