Gesundheitsversorgung im Land Bremen queerkompetent gestalten!

Die GRÜNEN Bremen setzen sich für den Aufbau eines landesweiten Fortbildungs- und Sensibilisierungsprogramms zur queerkompetenten Gesundheitsversorgung ein. Dieses Programm soll Ärzt*innen, Therapeut*innen, Pflegekräfte, Hebammen, Verwaltungspersonal im Gesundheitswesen sowie Auszubildende und Studierende der Gesundheitsberufe ansprechen.

Das Programm soll:
– … unter Beteiligung der queeren Community und Fachstellen (z.B. Rat&Tat-Zentrum, Trans*Recht, Queeraspora, Vertretung Intersexueller Menschen, Hochschule Bremen) konzipiert werden,
– … regelmäßig angeboten und evaluiert werden, auf Diskriminierungssensibilität, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, trans- und interspezifische Gesundheitsbedarfe sowie die psychosozialen Folgen von Diskriminierung eingehen
– … und bestehende Aus- und Weiterbildungsstrukturen (z. B. Ärztekammer, Pflegeakademien, Hochschulen) gezielt einbinden.

Darüber hinaus fordern die GRÜNEN Bremen, dass:
– … queerkompetente Gesundheitsversorgung in die Landes-Gesundheitsstrategie Bremen/Bremerhaven integriert wird,
– … die Qualifikation in queerer Gesundheitskompetenz verbindlich in die Ausbildungs- und Studiengänge der Gesundheitsfachberufe aufgenommen wird,
– … und eine Anlaufstelle für Gesundheitspersonal, Praxen, Einrichtungen etc. etabliert wird, die solche einerseits bei Prozessen hin zu mehr Queersensibilität berät, begleitet und andererseits die Öffentlichkeit durch ein Verzeichnis über queersensible Praxen informiert. Ein wichtiger Akteur hierfür kann der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) sein. Für das Land Bremen bspw. die Gesundheitsämter in Bremen und Bremerhaven.

Für die Entwicklung und Umsetzung des Programms sollen Mittel aus den Haushalten der zuständigen Ressorts sowie ggf. Bundes- oder EU-Fördermittel (z. B. § 20a SGB V – Gesundheitsförderung) verwendet werden. Kooperationen mit Hochschulen und Fachkammern schaffen Synergien.

beschlossen auf der Landesmitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen, 18.04.2026