Hochschulpolitik

Sofortprogramm für digitale Lehre aufgelegt

Damit junge Menschen an den Hochschulen in Bremen und Bremerhaven trotz Corona-Krise weiterhin studieren können, hat der Senat heute eine Aufstockung des Darlehensfonds beim Studierendenwerk Bremen und ein Sofortprogramm für digitale Lehre und Studierendenservice beschlossenDas Sofortprogramm für die digitale Lehre an den Hochschulen in Bremen und Bremerhaven hat ein Volumen von vier Millionen Euro. Solveig Eschen, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen, erklärt dazu: „Die bremischen Hochschulen bereiten sich momentan darauf vor, einen Großteil der Lehre des Sommersemesters 2020 digital stattfinden zu lassen. Möglicherweise werden auch Prüfungen digital funktionieren müssen. Die Digitalisierung an den Hochschulen muss daher schnellstmöglich vorangebracht werden. Hierfür werden die veranschlagten Mittel dringend benötigt. Im Einzelnen geht es z.B. darum, onlinebasierte Kommunikations- und Kooperationssysteme aufzubauen, Server- und Speicherkapazitäten zu erhöhen und notwendige Software-Lizenzen zu erwerben. Gleichzeitig sind Begleitmaßnahmen z.B. für Schulungen notwendig und auch unter Krisenbedingungen sind die Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit sicherzustellen. Im Bereich der Digitalisierung sind nun also auf einen Schlag große Schritte nötig. Ich freue mich über die Bereitschaft und das außerordentliche Engagement aller Hochschulen im Land Bremen, sich so schnell auf die neue Situation einzustellen. Wir alle arbeiten daran, trotz Corona so viel wie möglich an den Hochschulen stattfinden zu lassen. Klar ist aber auch: In Studienbereichen,  die nicht digitalisiert werden können, darf den Studierenden kein Nachteil entstehen.“

Wie von der Grünen-Fraktion angesichts weggefallener Studi-Job-Einnahmen gefordertwird nun auch der Darlehensfonds beim Studierendenwerk Bremen aufgestocktStudierende, die ein Darlehen beantragen, müssen ihre wirtschaftliche Notlage nachweisen und erhalten für drei Monate eine Darlehenszusage für bis zu 550 Euro monatlich. Die bisher hohe Hürde einer Bürgschaft entfällt. Solveig Eschen bewertet dies als richtigen Schritt: „Durch die Aufstockung des Darlehensfonds sowie eine unbürokratische Vergabe der zinslosen Darlehen steht nun ein Notfallfonds zur Verfügung, mit dem Studierenden in finanziellen Notlagen zügig geholfen werden kann. Das Studierendenwerk wird nun kurzfristig die Richtlinien für die unbürokratische Vergabe der Darlehen anpassen. Geplant ist, diese dann bereits zum 9. April in Kraft zu setzen. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die diese zügige Lösung ermöglicht haben.

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