Hochschulpolitik

Mehr Mittel für starke Hochschulen im Land Bremen

Mit erhöhten Zuschüssen im Wissenschaftsbereich in Höhe von rund 46 Millionen Euro für 2020/21 steigt Bremen in die Finanzierung des Wissenschaftsplanes 2025 ein. Mit dem Haushaltsentwurf hat sich nun der Wissenschaftsausschuss beschäftigt. „Die zusätzlichen Mittel sind ein gutes Signal für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Bremen. Die Hochschulen ziehen viele junge Menschen an. Von ihren Ideen und ihren Aktivitäten profitieren Bremen und Bremerhaven. Nicht zuletzt sind starke Hochschulen auch ein Pluspunkt bei der Ansiedlung neuer Unternehmen mit zusätzlichen Arbeitsplätzen. Auch wenn wir den Wissenschaftsplan 2025 nur schrittweise umsetzen können – mit diesem Haushalt ist der Einstieg da“, so die wissenschaftspolitische Sprecherin Solveig Eschen.

Die Mittelerhöhung im Wissenschaftshaushalt ist u.a. für mehr Personal sowie Sach- und Investitionskosten vorgesehen. Damit wird u.a. für das MARUM, das Zentrum für Meeresforschung an der Uni Bremen, eine zusätzliche Grundfinanzierung von 2,5 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt. Außerdem sind 100.000 Euro Planungsmittel für den neuen Gesundheitscampus veranschlagt. Die Digitalisierung an den Hochschulen soll zunächst ab 2021 mit einer Million Euro gefördert und in der Folgezeit mit deutlich mehr Mitteln vorangetrieben werden. Für den Studienplatzausbau an der Hochschule Bremerhaven sind ebenso Mittel berücksichtigt wie für die Förderung von Forschungs- und Transferschwerpunkten. Nicht zuletzt ist die Kofinanzierung für das Vorhaben der Uni Bremen sichergestellt, im Konsortium mit sieben weiteren Unis eine europäische Netzwerkuniversität zu etablieren.

„Wir unterstützen die Universität Bremen dabei, mit der Allianz der ‚Young Universities for the Future of Europe‘ (YUFE) eine der ersten Europäischen Universitäten aufzubauen. Das YUFE-Projekt passt genau zu unserem weltoffenen Bremen mit seiner starken Universität sowie seinen wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen mit Europa. Mit dem YUFE-Projekt bietet sich die Chance, dass die internationale Forschung vorankommt und gleichzeitig Menschen über Landesgrenzen hinweg zusammengebracht werden. Geplant ist, dass Studierende in Zukunft aus den Programmen aller acht beteiligten Universitäten wählen können. Außerdem neu im Haushalt sind jeweils ab 2021 explizit ausgewiesene Mittel für Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft sowie Digitalisierung. Beide Themen sind von zentraler Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Wissenschaftsstandortes Bremen. Wichtig ist auch, dass ab sofort pro Jahr 2,5 Millionen Euro zusätzlich für die Meeres- und Klimaforschung veranschlagt sind. Dieser Forschungsbereich erinnert uns zu Recht regelmäßig daran, dass es für unser Klima eigentlich schon fünf nach zwölf ist. Klimaschutz und Nachhaltigkeit müssen daher auch integraler Bestandteil von Hochschulpolitik sein, was sich z.B. bei der Finanzierung des Passivhausstandards bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen an den Hochschulen zeigt. In Zeiten von Pflegenotstand und einer zunehmend alternden Gesellschaft sind zudem die Gesundheitswissenschaften wichtiger denn je. Pandemien wie die derzeitige machen klar, dass unser Gesundheitssystem bestmöglich aufgestellt sein muss. Hochschulen und Wissenschaft leisten hier einen zentralen Beitrag. Daher stellen wir ab 2021 Mittel für die Planung und Koordination des Gesundheitscampus zur Verfügung. So können wir bei der akademischen Qualifizierung von Fachpersonal in den Gesundheits- und Therapieberufen weiter vorankommen. Wir erreichen mit der vorliegenden Haushaltsplanung trotz begrenzter finanzieller Möglichkeiten in Bremen eine Erhöhung im Wissenschaftsbereich und einen Einstieg in den Wissenschaftsplan 2025. Studienangebot, Wissenschaft und Forschung sind essenzielle Pfeiler für die wirtschaftliche, gesellschaftliche und nachhaltige Entwicklung unseres Bundeslandes.“

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