Lehrermangel: Bremen weitet Quereinstieg aus

Um den Lehrermangel zu bekämpfen, weitet Bremen auch den Seiteneinstieg aus: Wer einen Hochschulabschluss für ein schulisches Mangelfach hat, aber noch kein zweites Fach vorweisen kann, soll bereits an einer Schule unterrichten können und an der Uni Bremen berufsbegleitend ein zweites Lehramtsfach studieren. Programmstart für diesen Seiteneinstieg U ist in diesem Herbst für das Lehramt an Oberschulen und Gymnasien. Für Herbst 2020 ist ein zusätzliches Programm für den Seiteneinstieg in Grundschulen geplant. Die Ausbildung dieser Seiteneinsteiger*innen dauert dreieinhalb Jahre. Sie kombiniert das Studium des noch fehlenden zweiten Unterrichtsfaches mit der Qualifizierung am Landesinstitut für Schule und dem Einsatz in einer Schule mit zunächst zehn, später zwölf Stunden pro Woche. Das geht aus einer Vorlage für die heutige Bildungsdeputation hervor. Der Seiteneinstieg U ist ein weiterer Baustein, so der bildungspolitische Sprecher Christopher Hupe, um mehr Lehrkräfte an die Schulen zu bringen: „Wir lassen nichts unversucht, den Lehrermangel zu bekämpfen. Gut ausgebildete Lehrkräfte sind das Fundament für guten Unterricht. Mit dem neuen Einstiegsprogramm schaffen wir eine zusätzliche Möglichkeit, motivierte Lehrkräfte zu gewinnen. Für die Teilnehmer*innen und die Schulen ist das eine Win-Win-Situation. Die Schulen erhalten Menschen, die eine Soforthilfe in Mangelfächern sind. Den Teilnehmer*innen wird der Weg zum noch fehlenden zweiten Fach geebnet, während sie bereits im Vorbereitungsdienst sind und in den Schulen Praxiserfahrung sammeln. Der Seiteneinstieg U ist deutlich kürzer und damit attraktiver als in anderen Bundesländern, in denen man zunächst das zweite Fach studieren muss und erst anschließend in den Vorbereitungsdienst kommt.“

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