Umwelt

Koalition will Einsatz von Laubbläsern und –saugern einschränken

Die Regierungskoalition will auf grüne Initiative den Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern mit Verbrennungsmotor in Bremen einschränken. Einen entsprechenden Antrag hat die Stadtbürgerschaft heute beschlossen. Der Umweltbetrieb Bremen und die BSAG sollen die lärmenden Laubbläser und –sauger demnach nicht nur seltener einsetzen, sondern außerdem auf akkubetriebene Geräte umsteigen. Auch von den Gehwegreinigungen soll die Stadt dies einfordern.

Benzinbetriebene Laubbläser haben fatale Folgen für die Umwelt und belasten Menschen erheblich durch Lärm und Schadstoffe, erläutert der umweltpolitische Sprecher Ralph Saxe den Beschluss: „Laubbläser und- sauger schaden der Natur. Sie beseitigen nicht nur das Laub. Sie saugen mit bis zu 200 km/h auch die darin lebenden Tiere wie Regenwürmer oder Asseln an und häckseln sie. Das vernichtet ein wertvolles Ökosystem: Diese Kleintiere verwandeln Laub und Pflanzenreste in Humus und dienen Vögeln oder auch Igeln als Futter. In der Laubschicht überwinterten Schmetterlingspuppen, sie schützt Pflanzenwurzeln und Blumenzwiebeln vor dem Frost. Laub sollte deshalb nur dort entfernt werden, wo es die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Alles andere ist schlicht unnötig.“

Neben den negativen Folgen für Ökosysteme gefährden benzinbetriebene Laubbläser und –sauger durch ihren Lärm auch die Gesundheit. „Ein Laubsauger ist mit bis zu 115 Dezibel so laut wie ein Presslufthammer. Diesem Krach sind Anwohner*innen und Passant*innen schutzlos ausgeliefert. Bereits 60 Dezibel können die Gesundheit beeinträchtigen. Nicht zuletzt erhöhen die Geräte die Feinstaub- und Stickoxidbelastung. Für den Umwelt- und Gesundheitsschutz sind akkubetriebene Geräte deutlich besser. Den Umstieg auf solche Geräte muss Bremen für Mensch und Umwelt forcieren“, betont Ralph Saxe.

Der Verzicht auf benzinbetriebene Laubbläser und –sauger stärkt zudem den Arbeitsschutz, so Ralph Saxe: „Laubbläser mit Verbrennungsmotor erzeugen eine hohe Feinstaubkonzentration und andere Schadstoffe. Das verlangt verstärkte Maßnahmen beim Arbeitsschutz. Neben dem Gehörschutz sind auch Atemmasken erforderlich. Für den Gesundheitsschutz sollte nicht länger mit diesen Geräten gearbeitet werden.“

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