Wissenschaft

Jacobs University: Neue Chance für den Wissenschaftsstandort Bremen

Der Wissenschaftsausschuss hat sich Mittwoch mit dem Einstieg eines neuen Mehrheitseigentümers der Jacobs University Bremen (JUB) befasst. Vorgesehen ist demnach, den Schwerpunkt der JUB auf Künstliche Intelligenz und die Entwicklung von Quanten-Computern auszurichten. Die Grünen-Fraktion sieht darin eine neue Chance für die JUB, wie die wissenschaftspolitische Sprecherin Solveig erläutert: „Nun gilt es, für die erfolgreiche Entwicklung der JUB die Belange von Lehre und Forschung mit den Interessen des Investors für beide Seiten fruchtbar zu gestalten. Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, mit deren Erforschung der Wissenschaftsstandort Bremen schon heute bundesweit profiliert ist. Weitere Kooperationen zwischen den wissenschaftlichen Institutionen in diesem Bereich können auch beim Wissenschaftstransfer positive Entwicklungen am Standort anstoßen.“

Mit der geplanten Neuausrichtung steht die Jacobs University vor einem Einschnitt, so Solveig Eschen, die Weiterentwicklung muss behutsam und im Rahmen klarer Leitplanken erfolgen: „Ein neuer Mehrheitseigentümer muss für eine nachhaltig stabile Grundfinanzierung der JUB sorgen. Unabhängig von einer neuen wissenschaftlichen Schwerpunktsetzung muss allen Studierenden, die bereits an der JUB eingeschrieben sind, ein Abschluss ermöglicht werden. Beides muss vertraglich wasserdicht abgesichert werden. Um eine tragfähige und erfolgreiche Übernahme zu erreichen, müssen die Beschäftigten der JUB in dann anstehende Umstrukturierungsprozesse umfassend eingebunden werden.“

Kommt ein Übernahmevertrag zustande, hat dies auch für Nordbremer Sportvereine positive Effekte. „Mit dem Einstieg eines neuen Investors sollen sich auch die Eigentumsverhältnisse auf dem Campus und dem angrenzenden Oeversberg ändern. Eine städtische Übernahme des Oeversbergs sichert den Erhalt der Sportflächen und sorgt für eine langfristige Perspektive der Vereine. Die Planung für die Sanierung der Sportanlagen muss jetzt zügig vorangetrieben werden“, so Solveig Eschen.

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