Kinderpolitik

Grüne wollen strenge Kontaktpersonen-Quarantäne für Kita-Kinder abschaffen

Viele Kinder können aktuell nicht in die Krippe oder den Kindergarten gehen, weil sie als Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden. Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen folgt dabei oft Quarantäne auf Quarantäne. Anders als in den Schulen bleiben ganze Gruppen und Kohorten lange Zeit vom Besuch der Kindertagesstätte ausgeschlossen. Da inzwischen die Kita-Testpflicht besteht, wollen die GRÜNEN die strengen Quarantäne-Regelungen abschaffen und an die der Schulen anpassen. Kinder, für die die Testpflicht von drei Tests pro Woche in ihrer Kita umgesetzt wird, sollen dann von der Kontaktpersonen-Quarantäne befreit werden. Dazu erklärt Solveig Eschen, kinderpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Bürgerschaftsfraktion: „Kleine Kinder dürfen nicht weiter die Leidtragenden dafür sein, dass es für sie noch keinen Impfstoff gibt. Quarantäneketten sind ein Lockdown für Kinder! Der Teufelskreis aus aneinandergereihten Quarantänen, in dem sich viele Kinder und ihre Eltern derzeit befinden, muss durchbrochen werden. Es gilt deshalb, die Quarantäneregeln klarer zu gestalten und unnötige Quarantänen zu verhindern. Den Senat fordere ich auf, so schnell es geht eine entsprechende Regelung zu treffen.“

Die Forderungen der GRÜNEN, die am Freitag der Koalition vorgelegt wurden, sehen vor, bei Auftreten eines Coronafalls in einer Gruppe oder Kohorte für sieben Kita-Tage auf tägliche Testung umzustellen und die Kontaktkinder weiterhin in der Einrichtung zu betreuen. Lediglich beim Auftreten von vier oder mehr Positivfällen in einer Gruppe bzw. acht oder mehr Positivfällen in einer 60-Kinder-Kohorte soll die ganze Gruppe oder Kohorte vorübergehend geschlossen werden. Kinder mit einem negativen Testergebnis sollen am fünften Tag danach wieder die Kita besuchen können. Solveig Eschen: „Ich appelliere an alle Eltern, den Testungen in der Kita zuzustimmen und an alle Einrichtungen, diese anzubieten. So kann Kontaktpersonen-Quarantäne vermieden werden und der anspruchsvolle Spagat zwischen einem sicheren Kita-Umfeld für Kinder und Beschäftigte auf der einen Seite und verlässlicher Kindertagesbetreuung auf der anderen Seite gelingen.“

Für Kita-Kinder gilt in Bremen bisher eine fünftägige Quarantäne, sofern sie in ihrer Kita-Gruppe oder Kohorte Kontaktperson eines positiv auf Corona getesteten Kindes waren. Anschließend können die Kontaktkinder wieder ihre Einrichtung besuchen, wenn ein negativer Schnelltest von den Eltern bestätigt wird. In Schulen gelten derartige Regelungen schon länger nicht mehr. Hier werden die Kontaktkinder bei Auftreten eines Positivfalls für sieben Schultage täglich getestet, gehen aber ohne Einschränkungen weiter zur Schule. Lediglich bei einem Ausbruch ab vier Positivfällen in einer Klasse geht diese in den Distanzunterricht.

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