Gesundheit

Gesundheitscampus: Bund muss sich an Kosten für akademisierte Ausbildung beteiligen

Der Aufbau des geplanten Gesundheitscampus wird bis zu 15 Millionen Euro kosten. Mit dem Vorhaben sollen künftig die Studiengänge für Gesundheitsberufe gebündelt werden. Noch völlig unklar ist, inwieweit sich der Bund an den laufenden Kosten für die akademisierten Ausbildungsberufe beteiligt. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Die Grünen bewerten den Gesundheitscampus als wegweisenden Schritt, um den zunehmenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Gesundheitssektor zu erhöhen. Zugleich fordern sie den Bund auf, die Studienangebote für Gesundheitsberufe mitzufinanzieren.

Dazu erklärt die wissenschaftspolitische Sprecherin Solveig Eschen: „Die aktuelle Pandemie zeigt einmal mehr: In Gesundheit zu investieren, lohnt sich. Das sollte sich auch der Bund zu Herzen nehmen. Die Kosten für die vom Bund beschlossene Akademisierung der Gesundheitsberufe dürfen nicht allein den Ländern bzw. den Hochschulen aufgebürdet werden. Der Gesundheitscampus wird die wichtige Vernetzung der Akteure im Gesundheitsbereich voranbringen und bietet hervorragende Synergieeffekte. Bremen ist damit genau auf dem richtigen Weg. Neben den Planungen zum Gesundheitscampus ist aber auch wichtig, dass kurzfristig die Studienkapazitäten der Pflegestudiengänge und des Hebammenstudiengangs in Bremen gesichert und ausgebaut werden.“

Für den geplanten Gesundheitscampus wird Anfang 2021 ein Kick-Off-Meeting stattfinden, zudem werden eine Geschäftsstelle und ein Beirat ihre Arbeit aufnehmen. Neben der akademisierten Ausbildung in Gesundheitsberufen soll das Vorhaben auch dazu beitragen, den Wissenstransfer zwischen den Bildungssektoren und weiteren Akteur*innen der Gesundheitswirtschaft zu fördern.

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