Bildungspolitik

Frühkindliche Bildung: Koalition will kurzfristig Zusatzangebote schaffen

Trotz des ambitionierten Kita-Ausbaus sind zum neuen Kindergartenjahr ab August noch Kinder unversorgt. Um diese Lücke zu verringern, soll der Senat kurzfristig niedrigschwellige Angebote für 3- bis 6-Jährige anschieben. Dies kann durch die Ausweitung der Spielhaus-Angebote, neue Spielkreise oder auch feste Kleingruppen auf betreuten Spielplätzen erreicht werden. So sieht es ein von den Grünen initiierter Antrag vor, den die Koalition für die Beschlussfassung in der Stadtbürgerschaft am Dienstag vorgelegt hat. Der Senat wird damit aufgefordert, dafür bis Juni ein Kurzkonzept samt Finanzierung vorzulegen. Die Angebote sollen die Sozialkontakte, die sprachliche Entwicklung und die motorischen Fähigkeiten der Kinder stärken.

Dazu erklärt die kinderpolitische Sprecherin Solveig Eschen: „Unser Ziel ist ein Kita-Platz für jedes Kind. Solange aber der Ausbau noch läuft, brauchen wir ergänzende pädagogische Angebote als Brücke bis zur Vollversorgung. Denn der Mangel an Kita-Plätzen bedeutet für Familien nicht nur, dass Betreuungsmöglichkeiten fehlen, sondern auch Spiel- und Lernmöglichkeiten außerhalb der Familie. Erfahrungen in Kindergruppen wie in der Kita, in Spielkreisen oder ähnlichem sind für Kinder wertvolle soziale und sprachliche Erlebnisse. Sie erleichtern die Schullaufbahn und sichern Teilhabechancen. Der Vorteil an niedrigschwelligen Angeboten ist, dass sie den Kreis möglicher Fachkräfte erweitern, Nutzung verschiedenster Räumlichkeiten und Spielorte ermöglichen und daher zügig umsetzbar sind. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Träger und Initiativen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würden.“

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