Kinder- und Jugendarbeit

Entlastung für Offene Jugendarbeit auf den Weg gebracht

Mit einem Extra-Topf für stadtteilübergreifende Angebote entlastet die Koalition auf grüne Initiative die Offene Kinder- und Jugendarbeit vor Ort in den Stadtteilen. Das zusätzliche Budget für stadtteilübergreifende Angebote, die  von Jugendlichen aus dem gesamten Stadtgebiet wahrgenommen werden, beträgt eine Million Euro. Damit müssen die Controllingausschüsse solche Angebote nicht mehr aus den rein stadtteilbezogenen Etats stemmen und haben damit mehr Spielraum bei den übrigen Angeboten. Möglich wird dies durch das neue Landesprogramm ‚Lebendige Quartiere’. Der entsprechende Haushaltsentwurf hat nun die Sozialdeputation passiert. Dazu erklärt die sozial- und jugendpolitische Sprecherin Sahhanim Görgü-Philipp: „Ich bin froh, dass sich unsere Idee des neuen Budgets durchgesetzt hat. Wir entlasten damit die Offene Jugendarbeit in den Stadtteilen und fördern gleichzeitig Angebote, die seit Jahren hoch frequentiert sind. Welche Einrichtungen das im Einzelnen sein werden, wird in einer AG des Jugendhilfeausschusses  verständigt werden. Zusätzlich zum neuen Budget stocken wir die OJA-Mittel stadtweit leicht auf. Mittel sind außerdem zur Verstetigung des Energiesparprogramms für Freizeitheime und zur Einrichtung eines Ausbildungsfonds für angehende Pädagog*innen ab 2021 veranschlagt. Insgesamt beträgt die Erhöhung im Bereich Jugendarbeit 20 Prozent gegenüber dem bisherigen Ansatz. Das ist angesichts der Haushaltslage ein super Ergebnis!“

Neben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit profitiert auch das Programm ‚Wohnen in Nachbarschaften’ (WIN) vom 4,9 Millionen Euro umfassenden Landesprogramm ‚Lebendige Quartiere’. Für die WIN-Gebiete sind pro Jahr 400.000 Euro zusätzlich veranschlagt. „Die Stabilisierung der Quartiere durch WIN gelingt. Dies können wir jetzt verstärken und auf neue Gebiete ausweiten. So wird Sozialpolitik bei Bürger*innen erlebbar“, freut sich Sahhanim Görgü-Philipp.

Auch das Integrationskonzept für Geflüchtete wird fortgeführt. Die laufenden Maßnahmen in Höhe von 3,4 Millionen Euro werden für die Jahre 2020 und 2021 abgesichert. „Nach wie vor suchen Menschen Schutz vor Krieg und Vertreibung in Bremen. Die Angebote des Integrationskonzeptes bieten lebenspraktische Unterstützung und auch frühzeitige Integrationsangebote wie Deutschkurse mit Kinderbetreuung. Das stärkt den sozialen Zusammenhalt und trägt zu gelingender Integration bei“, betont die integrationspolitische Sprecherin Sahhanim Görgü-Philipp.

Darüber hinaus enthält der Haushaltsentwurf auch zusätzliche Mittel für die aufsuchende Fachberatung für Kinder und Jugendliche, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Diese Initiative hat die Grünen-Fraktion bereits in der letzten Legislaturperiode angeschoben. Dazu erklärt Sahhanim Görgü-Philipp: „Mit der aufsuchenden Fachberatung wird eine Lücke im System geschlossen, da sie sich  unmittelbar und direkt an Kinder und Jugendliche wendet, die von Gewalt in der Familie betroffen sind.“

Außerdem wird das Personal des Projektes ‚Jugendamt weiterentwickeln’ (JUWE) mit 28,5 Vollzeitstellen verstetigt. „Mit der Personalabsicherung  verstetigen wir die neuen Abläufe in der Jugendhilfe. Das ist Kinderschutz pur“,  unterstreicht Sahhanim Görgü-Philipp.

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