Die Grünen-Fraktion fordert angesichts der offenbar systematischen Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe durch die städtische Brebau umgehend eine externe Untersuchung für die schonungslose Aufklärung der Vorwürfe. Die Grünen beantragen dazu außerdem eine Sondersitzung des zuständigen Controlling-Ausschusses. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, so die stellv. Fraktionsvorsitzende Sahhanim Görgü-Philipp, müssen auch personelle Konsequenzen gezogen werden: „Die schwerwiegenden Vorwürfe gegen die Brebau müssen durch einen unabhängigen Ermittler schnell und lückenlos aufgeklärt werden. Dass ausgerechnet eine städtische Wohnungsbaugesellschaft offenbar Menschen aufgrund der Hautfarbe, der Herkunft und der religiösen oder sexuellen Orientierung systematisch bei der Wohnungsvergabe ausschließt, ist ein Skandal und völlig inakzeptabel. Bremen steht für Vielfalt und Weltoffenheit. Für rassistische und homophobe Ausgrenzung ist hier kein Platz. Ein solches Vorgehen kann nicht ohne personelle Konsequenzen bleiben. Zu einer konsequenten Aufklärung gehört auch, solche beschämenden und menschenverachtenden Praktiken durch geeignete Maßnahmen künftig auszuschließen. Das Controlling in der Brebau hat offenkundig vollständig versagt. Hier muss auch die Rolle der Geschäftsführung kritisch hinterfragt und geklärt werden, ob sie überhaupt noch haltbar ist. Entweder hat sie die Vorgänge geduldet oder nichts von ihnen gewusst, beides ist am Ende nicht tragbar. Dieser Vorgang zeigt erneut, wie wichtig der angeschobene Landesaktionsplan gegen Rassismus und die Antidiskriminierungsstelle sind. Solche Praktiken, wie sie der Brebau vorgeworfen werden, sind nur in einem von Vorurteilen geprägten Klima möglich. Diese rassistischen Muster müssen wir an der Wurzel bekämpfen und überwinden.“
Antidiskriminierung
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