Der 8. März muss im Land Bremen gesetzlicher Feiertag werden!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen setzen sich dafür ein, dass der 8. März, der internationale feministische Kampftag, im Land Bremen als gesetzlicher Feiertag eingeführt wird. Wir unterstützen damit das Bündnis aus Gewerkschaften und Frauenorganisationen, die sich seit Jahren für die Einführung dieses Feiertags einsetzen und bekräftigen diese Forderung aus unserem letzten Wahlprogramm.

Seit 2019 ist der 8. März in Berlin ein gesetzlicher Feiertag. Im Norden Deutschlands geht Mecklenburg-Vorpommern seit 2023 mit gutem Beispiel voran. In Niedersachsen läuft nach einem erfolgreichen Petitionsverfahren zurzeit ein Prüfverfahren zur Einführung des 8. März als Feiertag mit einem Runden Tisch beim Innenministerium – hier könnten wir uns nachbarschaftlich anschließen! Es ist höchste Zeit, dass Bremen nachzieht und der feministische Kampftag auch hier ein gesetzlicher Feiertag wird, um der Gleichberechtigung endlich einen sichtbaren Stellenwert einzuräumen und mehr Beteiligung an diesem Tag zu ermöglichen.

Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um Frauen, sondern um ein gleichberechtigtes Leben aller Menschen, die heute wegen patriarchalen Gesellschaftsstrukturen Diskriminierungserfahrungen machen. Es geht um die Möglichkeit an einem Tag ohne Erwerbsarbeit zusammenzukommen, um errungene Erfolge zu feiern und mit gemeinsamer Kraft neue Forderungen zu stellen. Es ist ein Tag, an dem wir ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viele von uns regelmäßig durch misogyne, rassistische, queer-feindliche oder ableistische Diskriminierung in unserem Alltag beeinflusst werden. Es ist ein Tag, an dem wir – gerade in Zeiten eines antifeministischen Backlashs und zunehmender Gewalt gegen FLINTA*-Personen – Raum und Gehör für unsere Anliegen erstreiten wollen. Ein Feiertag gewährt diesen Raum zum Planen von Veranstaltungen und Demos, zum Halten von feministischen Reden und zum solidarischen Zusammenkommen.


beschlossen auf der Landesmitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen, 18.04.2026