Bremen, 18.04.2026 – Die Landesmitgliederversammlung der Bremer Grünen hat einen Beschluss zur Weiterentwicklung der Qualitätsoffensive im Bildungsbereich gefasst. Ziel ist es, Reformprozesse im Ressort Kinder und Bildung stärker an Gerechtigkeit, Teilhabe und struktureller Entlastung auszurichten und verbindlich umzusetzen.
„Mit der Qualitätsoffensive ist ein wichtiger Reformprozess angestoßen worden. Entscheidend ist jetzt, dass Ziele verbindlich gesteuert, Fortschritte transparent gemacht und Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Nur so wird aus Reform auch tatsächliche Veränderung im System“, sagt Franziska Tell, bildungspolitische Sprecherin der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft.
„Schule muss sich am Alltag von Kindern und Jugendlichen orientieren. Dazu gehören bessere Lernbedingungen, echte Beteiligung und Maßnahmen, die Bildungsungleichheiten im Alltag spürbar abbauen“, ergänzt Josephine Assmus, Landesvorstandssprecherin der Bremer Grünen.
Im Mittelpunkt des Beschlusses stehen eine verbindliche Zielsteuerung im Bildungsressort, regelmäßige Evaluationen sowie eine stärkere Verzahnung von Wissenschaft und Praxis durch eine Transferstelle Bildung Bremen.
Der Beschluss fordert zudem integrierte Lernzeiten statt klassischer Hausaufgaben, mehr Beteiligung von Schüler*innen, den Ausbau von Ganztagsangeboten, die stärkere Anerkennung mehrsprachiger Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen. Auch ein späterer Schulbeginn an weiterführenden Schulen soll weiter geprüft werden.
Darüber hinaus sprechen sich die Bremer Grünen für eine bessere datenbasierte Steuerung, die Weiterentwicklung des Bildungsplans 0–10 sowie eine Stärkung frühkindlicher Bildung als Grundlage für Bildungsgerechtigkeit aus.
Die Bremer Grünen betonen zudem die Bedeutung multiprofessioneller Teams, besserer Personalausstattung und eines Landesschulsozialindex, um soziale Unterschiede gezielter auszugleichen. Ziel ist es, Reformen nicht nur strukturell anzustoßen, sondern im Schulalltag spürbar wirksam zu machen.