Abpflastern: Lucie-Flechtmann-Platz wird zur Grünanlage

Pressemitteilung der Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft

Eine Verkehrsfläche des Amtes für Straßen und Verkehr wird weiter entsiegelt und endgültig zum lebendigen Park der Neustädter Bürger*innen.

Der grüne Teil des Lucie-Flechtmann-Platzes in der Bremer Neustadt wächst weiter und soll auch formal zur Grünanlage werden. Dazu fasst die Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung heute den notwendigen Planaufstellungsbeschluss. „Es geht konkret voran mit Bremens Transformation zur Schwammstadt“, freut sich Bithja Menzel, die bau- und stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft: „Wir stellen jetzt die Weichen für dieses große Entsiegelungsprojekt in der Neustadt: Aus dem ehemals riesigen gepflasterten Platz wird endgültig eine bunte, wasserdurchlässige und wasserspeichernde urbane Grünfläche, wie sie im Rahmen der Klimaanpassung unserer Stadt nicht nur für die Neustadt wichtig ist. Damit wird auch der langjährige Einsatz der Akteur*innen auf dem Lucie-Flechtmann-Platz und in der anliegenden Klimawerkstatt gewürdigt und weiterentwickelt. Sie sind mit ihren zivilgesellschaftlichen Projekten eine immense Bereicherung für den Stadtteil. Denn sie haben einen tristen, versiegelten Platz zum Blühen gebracht und machen für Umweltbildung, die Stadtnatur und soziale Belange stark. Nun wird ihr Gelände noch größer und noch viel grüner.

Der bisher versiegelt gebliebene Teil des Lucie-Flechtmann-Platzes an der Westerstraße wird ebenfalls entsiegelt und in das Urban Gardening Projekt integriert. Künftig wird dann die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft den gesamten Platz als Grünanlage sichern. „Auch das zeigt plastisch: Wir ändern was in Bremen. Im besten Sinne des Wortes von Grund auf – eine Verkehrsfläche des Amtes für Straßen und Verkehr wird zum lebendigen Park der Neustädter Bürger*innen, der die Stadt ein gutes Stückchen klimaresilienter für die Zukunft macht“, so die Grünen-Baupolitikerin Menzel.

Finanziert wird die Entsiegelung zu 90 Prozent aus dem bundesweiten „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ sowie aus Mitteln der Bremer Biodiversitätsstrategie. Menzel erklärt dazu: „Wir sind auch in Zukunft auf diese Bundesprogramme und dazu auf die Koordination und Kofinanzierung aus Bremen angewiesen – und so, wie es die Neustädter vorgelebt haben, vor allem auch auf viele gute Ideen und Initiativen, wo und wie wir unsere Stadt zum Atmen bringen können!“