In diesem Artikel sind zwei Pressemitteilungen zu finden.
Pressemitteilung der Partei.
Bremen beschließt wegweisende Biodiversitätsstrategie und Insektenschutzprogramm 2030
Mehr Vielfalt, mehr Leben, mehr Lebensqualität für Bremen
Der Bremer Senat hat heute unter maßgeblicher Federführung der grünen Umweltsenatorin Kathrin Moosdorf die Biodiversitätsstrategie 2030 und das Insektenschutzprogramm 2030 beschlossen. Die Programme stellen einen Meilenstein für den Umwelt- und Artenschutz in Bremen dar und werden mit 4,4 Millionen Euro bis 2027 unterlegt.
Der Klimawandel bedroht Natur und Umwelt. Durch ihn nimmt auch die biologische Vielfalt dramatisch ab, jede vierte Insektenart steht auf der Roten Liste. Mit dem Beschluss der Biodiversitätsstrategie und Insektenschutzstrategie schützen wir diese Arten. Die Maßnahmen umfassen die Anlage von Blühflächen, stadtnahen „Wilden Weiden“ und die Förderung naturnaher Gärten.
Franziska Tell, Landesvorstandssprecherin der Bremer Grünen, erklärt:
„Die heute beschlossene Biodiversitätsstrategie ist ein herausragender Erfolg unserer grünen Regierungsbeteiligung. Mit konkreten Maßnahmen und einer soliden finanziellen Ausstattung setzen wir um, wofür wir Grüne seit Jahrzehnten kämpfen: wirksamen Naturschutz in unseren Städten und die Bewahrung der biologischen Vielfalt für kommende Generationen.“
Besonders hervorzuheben ist der partizipative Ansatz der Strategie, der Naturschutzverbände wie BUND und NABU sowie andere Ressorts in die Entwicklung einbezogen hat. Die Programme richten sich sowohl an öffentliche Einrichtungen als auch an private Akteur*innen und Bürger*innen.
„Unsere grüne Umweltsenatorin Kathrin Moosdorf hat mit dieser Strategie eindrucksvoll bewiesen, dass ökologische Politik konkret und wirksam sein kann“,
betont Josephine Assmus, Landesvorstandssprecherin.
„Die Biodiversitätsstrategie und das Insektenschutzprogramm sind nicht nur ein Gewinn für die Natur, sondern steigern unmittelbar die Lebensqualität aller Bremer*innen. Das ist grüne Politik, die ankommt und wirkt.“
Die Maßnahmen stehen im Einklang mit der Nationalen Biodiversitätsstrategie 2030, der EU-Biodiversitätsstrategie und den UN-Weltbiodiversitätszielen. Bremen übernimmt damit eine Vorreiterrolle unter den deutschen Stadtstaaten im Bereich des urbanen Naturschutzes.
Die Grünen Bremen laden alle Bürger*innen ein, sich an der Umsetzung zu beteiligen, sei es durch naturnahe Gestaltung von Gärten und Balkonen oder durch Engagement in lokalen Naturschutzprojekten.
Weiterführende Informationen:
biodiversitaet.bremen.de
umwelt.bremen.de
Pressemitteilung der Fraktion
Biodiversitätsstrategie sichert Vielfalt und Ökologie in der Stadt
Jede*r kann und sollte die Artenvielfalt fördern – gerade auch in unseren urbanen Räumen
Die Stadt als Biotop: Auch in Bremen leben zigtausende Arten von Spinnen, Käfern, Faltern, Fliegen und Bienen. Um diese lebendige Stadtnatur zu erhalten, zu schützen und zu fördern, hat der Senat heute eine Bremer Biodiversitätsstrategie und ein Insektenschutzprogramm beschlossen. „Damit erreicht ein langer Prozess einen wichtigen Meilenstein“, freut sich Ralph Saxe, der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Bürgerschaftsfraktion: „Der dramatische Verlust von Biodiversität, der unsere Lebensgrundlagen massiv bedroht, verlangt auch in Städten strategische Planung und konsequentes Handeln. Die neue Biodiversitätsstrategie ist dafür ein echtes Pfund. Gerade der besondere Fokus auf Insekten mit einem eigenen Insektenschutzprogramm ist dabei besonders wichtig. Während die biologische Vielfalt schrumpft, ein Viertel der Insekten als gefährdet eingestuft ist und auf der Roten Liste steht, machen wir die urbanen Räume unserer Stadt auch für diese Tiere lebenswert. Die Vielfalt zu erhalten und zu fördern, ist uns buchstäblich Millionen wert!“
Jede*r kann der Stadtnatur helfen
Der umweltpolitische Sprecher hebt hervor: „Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Bremer Natur auch ein lebendiger Erfahrungsraum für die Umweltbildung ist. Kinder, Schüler*innen, Studierende und alle Interessierten sind mit ihrem Wissen und ihrem Naturerleben wichtige Multiplikatoren – sie helfen direkt durch die naturnahe Gestaltung von Gärten, Höfen, Wegen und Balkonen und produzieren mit ihren Ideen immer neue Beispiele für ein naturfreundliches Stadtleben. Eingeladen sind dazu natürlich auch alle Unternehmen, Vereine und Nachbarschaften. So tragen wir alle die Botschaft unserer Biodiversitätsstrategie weiter in die Stadt: Jede*r kann uns sollte Gutes für unsere Pflanzen, unsere Insekten und damit für unsere Umwelt insgesamt tun!“
Die Natur sichert unsere Lebensmittel
Die Biodiversitätsstrategie und das Insektenschutzprogramm schreiben konkrete Maßnahmen und Fördermöglichkeiten für eine gesunde und ökologische Umwelt fest. „Neben der Klimakrise ist die Biodiversitätskrise eine bedeutende Gefahr für ein gesundes Leben und für den Erhalt unserer Ökosysteme, aus denen wir alle leben, atmen und uns ernähren. Denn die biologische Vielfalt sorgt für Ausgleich und Balance in der Tier- und Pflanzenwelt, produziert und verarbeitet Biomasse und erhält die Nahrungsketten. Insekten sind Lebensmittel für andere Tiere und bestäuben die meisten Pflanzen für die Entwicklung ihrer Früchte“, erläutert Saxe. „Gemeinsam mit den Naturschutzverbänden ist jetzt ein Programm entstanden, das unsere Stadtnatur erhält und ausbaut: Blühflächen und Stadtbäume, Hecken, Felder und Wälder sollen besser gepflegt und geschützt werden. Sie ergänzen eine besondere Stärke Bremens – die im Bundesvergleich auch in unseren bestehenden Naturschutzgebieten besteht, die wir weiter ausbauen und stärken müssen. Denn die Natur schmückt Bremen und Bremerhaven nicht nur, sondern ist auch Lebensraum für viele Insekten, kleine und auch größere Tiere … wie letztlich für uns alle.“