Straßenpflaster

Vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr wurde im Januar 2018 ein „Runder Tisch Straßenpflaster “ ins Leben gerufen. Beteiligt waren

  • Vertreter*innen aller Beiratsfraktionen sowie die Leiterin des Ortsamts Mitte/Östliche Vorstadt
  • der Landesbehindertenbeauftragte
  • der Präsident der Architektenkammer
  • Vertreter*innen des ADFC
  • Vertreter*innen des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr
  • Vertreter*innen der Bürger*inneninitiativen „Stadtbild Bremen“

Die Mitglieder des Runden Tisches sowie die Beiräte Mitte und Östliche Vorstadt haben nach einer Reihe von Diskussionsrunden am 03.12.2018 bzw. 11.12.2018 einstimmig beschlossen, dass bei Verkehrsräumen mit besonderen Anforderungen an die Aufenthaltsqualität die Herstellung der Oberfläche in Natursteinpflaster erfolgen kann.

 

Daher werden drei unterschiedliche Straßenkategorien definiert und dem Straßennetz zugeordnet:

  • Kategorie 1: Hauptverkehrsachsen, die die weiträumige Erreichbarkeit und Passierbarkeit des Verkehrsraums (Quartiers) sicherstellen und denen daher eine hohe überörtliche Bedeutung zukommt (z.B. Humboldtstr.).
  • Kategorie 2: Straßen, die die interne Quartierserschließung für den Fahrradverkehr weiter verbessern und im Zuge künftiger Sanierungsmaßnahmen fahrradfreundlicher gestaltet werden sollen. Dabei soll zur weitgehenden Erhaltung des historischen Stadtbildes Asphalt künftig nicht mehr zum Einsatz kommen, sondern Betonsteinpflaster in Natursteinoptik gewählt werden. Dieses verbindet historische Anmutung, sichere und bequemere Nutzung für Fahrradfahrer bei vertretbarem Kostenaufwand (z.B. Horner Str.).
  • Kategorie 3: Reine Anwohner*innenstraßen. Hier soll das prägende Natursteinpflaster bei Sanierungsarbeiten im Sinne der Erhaltung des historischen Stadtbildes grundsätzlich wiederverwendet und erhalten bleiben. Gleichzeitig soll die Fahrradfreundlichkeit auch hier durch den ergänzenden Einbau eines einspurigen Angebotsstreifens in Betonsteinpflaster verbessert werden (z.B. Fesenfeld).

Grundsätzlich gilt, dass die Gewährleistung und Optimierung von Barrierefreiheit eine übergeordnete Leitlinie künftiger Planungs-, Sanierungs- und Gestaltungsmaßnahmen darstellt. Dieses Prinzip gilt für Straßen aller Kategorien. Auch die rechtzeitige und angemessene Information und Einbeziehung der Anwohner*innen durch Dialoge soll im Vorfeld von Sanierungsmaßnahmen durchgängig sichergestellt werden.

Dies wurde von der zuständigen Deputation einstimmig am 21. Februar 2019 beschlossen.