Ringschluss A281

Die Autobahneckverbindung A 281 ist für Bremen von großer Bedeutung. Mit ihr entsteht in Verbindung mit der A 1 und A 27 ein Autobahnring um Bremen. Dieser führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und zu einer Entlastung sowohl des Bremer Kreuzes als auch zur Entlastung diverser Hauptverkehrsstraßen in Bremen, insbesondere von Schwerlastverkehr. Damit profitieren viele Bürgerinnen und Bürger in Bremen, die momentan durch Feinstaub, Stickoxid und Lärm hohen Belastungen ausgesetzt sind, von der Realisierung der A 281.

Der Bau der A 281 wurde in sechs Abschnitte unterteilt, von denen vier bereits für den Verkehr freigegeben sind. Anfang 2019 wurde mit den bauvorbereitenden Maßnahmen für den wichtigen Bauabschnitt 4 – die Weserquerung – begonnen. Auch der Bauabschnitt 2/2 zwischen Neuenlander Ring und Kattenturmer Heerstraße wird in den kommenden Jahren realisiert werden, so dass die Autobahneckverbindung A 281 voraussichtlich im Jahr 2024 ihre gesamte verkehrliche Wirkung erzielen kann.

 

Neustadt/Obervieland

Mit dem Bauabschnitt (BA) 2/2 soll der 2008 für den Verkehr freigegebene BA 2/1 über den  Zubringer Arsten mit der A 1 verbunden werden. Der knapp 2 km lange Abschnitt beginnt westlich vom Neuenlander Ring und endet am vorhandenen östlichen Trog im Bereich des Knotenpunktes Neuenlander Straße / Kattenturmer Heerstraße. Der Bauabschnitt wird an die schon teilweise im BA 2/1 erstellte Hochstraße angeschlossen, verläuft dann weiter ca. 400 m in Hochlage, um die Erschließung des AIRBUS-Werkes sicherzustellen, und dann in einem schmalen Korridor zwischen dem AIRBUS-Werk einerseits und den Gewerbetreibenden wie der Metro. Im Bereich des Knotenpunktes wird die Autobahn möglichst weit abgewandt von der Wohnbebauung in Huckelriede geführt.

Das heute vorhandene Tunnel-/Trogbauwerk wird durch ein neues Trogbauwerk und einen ca. 200 m langen Tunnel ersetzt. Mit einer prognostizierten Entlastung der Neuenlander Straße auf ca. 10.000 Kfz/24h wird die Lärm- und Abgassituation stark verbessert sowie die Wohn- und Aufenthaltsqualität deutlich erhöht.

Die nun geplante Trassenführung hat in einem umfangreichen Verfahren in den Belangen Verkehr, Städtebau, Umwelt, Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit die beste Bewertung erzielt. Eine auf dieser Grundlage erarbeitete und im April 2009 planfestgestellte Trasse wurde beklagt.

Runder Tisch zur Erarbeitung einer konsensfähigen Lösung

Die Aufgabe des im Januar 2011 eingesetzten Runden Tisches war die Erarbeitung einer möglichst anwohnerverträglichen, finanzierbaren, zügig umsetzbaren und rechtssicheren Lösung. Beteiligt waren die Ressorts Verkehr und Wirtschaft, die Beiräte Neustadt und Obervieland, die Bürgerinitiativen, Handelskammer, GVZ-Entwicklungsgesellschaft, die Fraktionen von SPD, CDU, B90/Grüne, Linke, FDP (Gruppe), DEGES.

In rund drei Monaten wurden 3 aus ursprünglich 13 Varianten intensiver geprüft. Die sogenannte Variante 4SÜD wurde hierbei in allen vorher einvernehmlich festgelegten Zielfeldern positiv und durchgehend als beste oder zweitbeste Variante bewertet. Sie wurde daher (trotz unterschiedlicher Ausgangsinteressen) von allen Mitgliedern getragen.

Möglicher Bauablauf:

Es wird 7 Bauphasen geben: In den Phasen 1 bis 4 und 7 wird nur in gering in den Verkehr eingegriffen. In den Bauphasen 5 und 6 ist die Nutzung des vorhandenen Tunnel-und Trogbauwerkes nicht möglich. Die Hauptverkehrs-Beziehungen des Knotenpunktes Neuenlander Straße / Kattenturmer Heerstraße werden in diesen beiden Phasen aufrechterhalten. Alle anliegenden Grundstücke, Betriebe und das Kleingartengebiets Wolfskuhle bleiben in der Bauphase erreichbar.

Während sich die Verkehrsbelastungen auf dem Zubringer Arsten, der Neuenlander Straße sowie der Kattenturmer Heerstraße reduzieren, nehmen diese u. a. auf der Kornstraße, der Habenhauser Landstraße sowie auf dem Buntentorsteinweg teilweise deutlich zu. Hierzu wurden in Workshops mit Bürger*innen sowie Gewerbetreibenden Vorschläge zur Belastungsreduzierung während der ca. 3- bis 4jährigen Bauzeit diskutiert und geprüft. So sollen u. a. über Anordnungen einige Verbesserungen in den von Umleitungsverkehren während der Bauzeit betroffenen Straßenzügen in der Neustadt erreicht werden. Gewerbetreibende bleiben über einen zusätzlichen Anschluss an den Zubringer Arsten erreichbar. Weiterhin soll eine großräumige Beschilderung erfolgen, um die Belastungen in diesen Stadtteilen so gering wie möglich zu halten.

Zudem soll der betroffene Straßenzug Kirchweg / Kornstraße vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahme ertüchtigt werden, um Umleitungsverkehre in der Bauzeit besser aufnehmen zu können. Diese soll im Jahr 2019 beginnen. Damit alle Bereiche für die Anwohner und Gewerbetreibenden erreichbar bleiben, wird die Baumaßnahme in mehreren Bauabschnitten realisiert werden müssen. Parallel dazu läuft die Planung für die Ertüchtigung der Habenhauser Brückenstraße sowie des Knotenpunktes Habenhauser Brückenstraße / Habenhauser Landstraße für die Umleitungsverkehre resultierend aus der Baumaßnahme BA 2/2 der A 281. Diese Maßnahme soll ab Mitte 2019 umgesetzt werden und ebenfalls bis zum Eingriff in den Knotenpunkt Kattenturmer Heerstraße / Neuenlander Straße abgeschlossen sein.

Bundesstraße B 6 neu

Mit der B 6n soll eine zweite Verbindung vom BA 2/2 der A 281 über die Landesgrenze Bremen/ Niedersachsen bis zum Anschluss an die A 1 AS Bremen-Brinkum entstehen. Das würde zu einer massiven Entlastung der Kattenturmer Heerstraße und einer deutlichen Verbesserung der Verkehrsbeziehungen zwischen Bremen und „umzu“ führen.

Dazu ist die möglichst anwohnerfreundliche »Bremer Vorzugsvariante« erarbeitet worden: Sie würde in offener und geschlossener Bauweise unter dem Flughafen durchführen. Dies ist von der Bürgerschaft so beschlossen und vom Senat so auch dem Bundesverkehrsministerium für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) gemeldet worden. Eine konkrete Trassenführung existiert noch nicht.

Der Bund bevorzugt hingegen eine Umfahrung des Flughafens, da sie günstiger zu bauen ist. Auch sie ist in den BVWP aufgenommen worden, diese Variante wird aber nicht von den Bremer Akteuren verfolgt.