Nachwuchs-Leistungszentrum Pauliner Marsch

Darum geht es:
Werder Bremen möchte ein Nachwuchs-Leistungszentrum (NLZ) in der Pauliner Marsch (nähe Weserstadion) bauen.

Das sagen wir:
Wir werden Werder Bremen dabei unterstützen, die Voraussetzungen für die Realisierung dieses Nachwuchs-Leistungszentrums zu klären, um dann abschließend entscheiden zu können, ob und ggf. wie das Leistungszentrum in der Pauliner Marsch genehmigt und realisiert werden kann.

Folgende Punkte sind zu bedenken:

  • Die Pauliner Marsch ist Teil des Überschwemmungsgebiets der Weser. Sie ist nur durch einen Sommerdeich von 5,50 Meter Höhe geschützt. Der Deich kann nicht erhöht werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sturmfluten diesen Deich überfluten, nimmt zu. Das heißt, die Risiken für Gebäude und ihre Nutzungen an dieser Stelle wachsen. Es gilt der Grundsatz, dass diese Risiken klein zu halten sind, und dass keine Lösungen zu Lasten Dritter erlaubt werden können. Die Richtlinie für den Hochwasserschutz im tidebeeinflussten Bereich der Weser schließt die Errichtung eines NLZ in der Pauliner Marsch nicht aus (wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind). Aber das bestehende Planungsrecht lässt neue Gebäude in der Pauliner Marsch nicht zu. Es müsste neues Planungsrecht geschaffen werden.
  • Im Zusammenhang mit der Entscheidung über die Genehmigung des NLZ müssen die Stadt und Werder nicht nur klären, ob und wie die neuen Gebäude hochwasserfest gebaut werden können, sondern auch, welche Schäden an den Sportflächen, Kleingärten und Infrastrukturen in der Pauliner Marsch als Ganzes zu erwarten sind. Dies hat schließlich auch Einfluss auf die Nutzbarkeit des NLZ.
    Nach Auskunft des Deichverbands dauert es ungefähr 7 Minuten bis die Pauliner Marsch vollgelaufen ist, wenn das Wasser in der Weser auf 5,60 m auflaufen sollte. Und es dauert ungefähr 80 bis 90 Stunden, bis das Wasser wieder durch ein Siel abgeflossen ist. Wir brauchen also eine fachliche Abschätzung der Folgen einer Überflutung der Pauliner Marsch. Für die Klärung dieser Frage ist ein geeignetes Verfahren mit der Stadtplanung, dem Hochwasserschutz und mit Beirat und Ortsamt abzustimmen.
  • Wir erwarten von Werder, dass die Planung eines NLZ zwischen der Ortspolitik, den Bürgerinnen und Bürgern am Osterdeich, den Sportvereinen, Werder und dem Senat abgestimmt wird. Es gibt Vereinbarungen über ein Leitbild und ein Leitbildgremium. Bezüglich der Finanzierung sollten wir bedenken, dass es außer den technischen Themen (Darlehen/Schuldenbremse) auch noch kumulierte Risiken Risiken, die sich aus einer Betriebsunterbrechung in Folge einer Sturmflut ergeben können.