Innenstadtentwicklung

 

Darum geht es:

Die Aufenthaltsqualität und das Angebot in der Innenstadt sollen verbessert werden. Um dies zu erreichen, wollen wir u.a. die Innenstadt autofrei machen und das ÖPNV-Angebot verbessern. Wir unterstützen viele private Initiativen und Projekte die den Aufbruch zur Innenstadtentwicklung tragen, auch wenn noch nicht gewiss ist, was von den Ankündigungen gelingt.

 

Das wollen wir:

  • Wir wollen die autofreie Innenstadt (vom Wall bis zur Weser) bis 2030. Dies werden wir gemeinsam mit den Geschäftsleuten und Anwohner*innen planen. Wir wollen die Innenstadt und den gesamten Bremer Stadtbereich vom vielen Auto- und Pendlerverkehr weitgehend entlasten und setzen auf eine konsequente Verkehrsberuhigung. Wir wollen dafür sorgen, dass es Raum zum Bummeln und Entspannen gibt. Im Lieferbetrieb soll die Innenstadt emissionsfrei sein. Hier setzen wir auf Konzepte wie Elektromobilität und Lastenräder.
  • Wir wollen das 365 €-Jahres-Ticket (1 € am Tag) für die Nutzung des kompletten Bus- und Bahnnetzes. Wir möchten die Nutzung und das Angebot des ÖPNV stärken und attraktiver machen.
  • Die durch den Online-Handel und die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung vorangetriebenen Umwälzungen im Handel und bei der Büroarbeit, bei den Banken und Versicherungen stellen die Innenstadt vor gewaltige Herausforderungen. Es wird nach neuen Funktionen und Geschäftsmodellen gesucht. Wir sehen Chancen für eine bürgerorientierte Entwicklung des Zentrums. Am Ende des großen Umbaus soll es einen besser vernetzten öffentlichen Raum, mehr Wohnen, weniger Autos, weniger blockierte Hinterhöfe und einen stärkeren, moderneren Einzelhandel geben.
  • Statt die Dächer für Autos und Klimaanlagen zu reservieren, wollen wir dort Gärten, Spielplätze und Restaurants Wer für die Zukunft baut, muss klimaschonend und klimaangepasst bauen, also Strom und Heizwärme aus regenerativen Quellen beziehen und das Regenwasser und die Kühlung bedenken.
  • Wir möchten Teile der Universität in die Innenstadt holen, um die nächste Generation und die Wissenschaft im Zentrum zu versammeln.
  • Das Sparkassen-Areal am Brill und das Telekom-Gelände dahinter, das Bundeswehrhochhaus, die Alte Neustadt, der Mondelez-Turm und später das Hachez-Gelände bieten den nötigen Platz für Studi-Wohnungen, Start-ups, Ateliers, Labore, Institute und Fachbereiche.

Mit einem von uns initiierten Antrag vom 24.04.2018 (Drucksache 19/765 S) hat sich die Bürgerschaft auf folgende wesentliche Positionen zur Innenstadtentwicklung verständigt:

  • Der Komplex von Karstadt, Kaufhof und Parkhaus Mitte soll neu geordnet und in den Gesamtzusammenhang der umgebenden Einzelhandelslagen integriert werden.
  • Es soll ein barrierefreies Netz aus Straßen und Plätzen mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden.
  • Die Neugestaltung des Gebäudekomplexes der Sparkasse am Brill soll als Chance für das Faulenquartier und das benachbarte Telekomgelände genutzt werden und die Brill-Kreuzung und die Straßenbahnhaltestelle besser organisiert werden.
  • Verbindungen von der Obernstraße zum Weserufer und der Schlachte sollen gestärkt werden.
  • Dächer und Fassaden sollen wenn möglich bepflanzt werden.
  • Es sollen intelligente Mobilitäts- und Parkraumkonzepte geschaffen werden.
  • Die Wegeverbindungen aus den benachbarten Stadtteilen in die Innenstadt sollen gestärkt werden.
  • Die Baustellenlogistik soll so organisiert werden, dass Belastungen für die Betroffenen möglichst gering ausfallen.